Parzival – Ein Mythos für unsere Zeit

Psychomythologischer Workshop für Männer und Frauen

 

 

„Das Land war tot und öde,

und sie vergaßen so

die Stimmen der Quellen,

die Jungfern, die in ihnen waren.“

Elucidation


Der Mythos von Parzival beschreibt eine archetypische Heldenreise: ein junger Mann folgt seinem inneren Ruf, entwickelt männliches Potential und persönliche Reife und entdeckt, dass er Verantwortung für die Gemeinschaft trägt. Um das eigene Glück zu gewinnen, muss er sich mit dem Menschsein auf dieser Erde, mit der Wertschätzung für Frauen und Männer und mit Leid, Schuld und Scham auseinandersetzen. Er sieht sich vor die Aufgabe gestellt, „das öde Land“ zu erlösen; denn die Quellen sind versiegt, das Land ist unfruchtbar und die Menschen sind unglücklich – der geheimnisvolle Gral nährt sie nicht mehr. Ihm gelingt es nach vielen Prüfungen, indem er dem Schmerz nicht ausweicht und Zugang zu seiner Intuition findet. Sie lehrt ihn, sich dem natürlichen Fluss des Lebens anzuvertrauen, seinem Herz zu folgen und sich führen zu lassen von der inneren Stimme und den äußeren Zeichen. Aus der Erfahrung von Präsenz und Würdigung entsteht Mitgefühl und dadurch wird Heilung möglich.

 

 

Ein Mythos für unsere Zeit

 

Die Legende um den Gral mit ihrer reichhaltigen Symbolik tauchte erstmals im 12.Jahrhundert auf und entwickelte sich aus einem Bündel von Geschichten, deren Handlungsfäden miteinander verwoben wurden. Der Mythos entstand in einer politisch unruhigen Zeit der Krisen, des Wandels und der Suche nach einer neuen Ethik. Damals litt Europa an drei großen Wunden:

  • der Verwundung des Individuums
  • der Unterdrückung des Weiblichen
  • der Entstehung des wüsten Landes

Das sind Themen, die auch unsere Gegenwart zutiefst betreffen. Die Erde, auf der wir leben, braucht im Sinne des tiefenökologischen Ansatzes neue, erlösende und heilende Sichtweisen ebenso dringend wie damals. Auch heute gibt es ein großes Bedürfnis nach Überwindung der Spaltung, nach Menschlichkeit und Zugehörigkeit.

 

 

Workshop

 

Dem Workshop liegt die Fassung von Wolfram von Eschenbach (1200 - 1210) zugrunde, dessen Interpretation die Wiedervereinigung der Gegensätze von Himmel und Erde, männlich und weiblich, Natur und Geist als menschliches Streben in den Vordergrund rückt.

 

Die Inhalte des Gralsmythos werden von uns tiefenpsychologisch interpretiert und auf die konkrete Lebensgestaltung bezogen. Besonders die Begegnung zwischen der weiblichen und männlichen Sichtweise erweitert das Verständnis füreinander und fördert die gegenseitige Achtung (auch für Paare geeignet).

 

Wir arbeiten mit vielfältigen Methoden aus der Körper-, Gestalt- und Tanztherapie, Psychodrama, mit Ritualen, kreativen Elementen und Ansätzen aus der Tiefenökologie nach Joanna Macy. In Verbundenheit mit der schönen Umgebung des Naturerlebnishofe ,Helle' folgen wir Parzivals Reifungsprozess.

 

 

Leitung

 

Diplompsychologe Ulrich Großer und Diplompsychologin Doris Löwisch

 

 

Termin 2025

 

26. - 30. März 2025

im Naturerlebnishof ,Helle' an der Schlei