Inanna – eine weibliche Entwicklungsreise

 

 

„Mit Wind bekleidet,

Feuer atmend,

in der Umarmung

von Licht und Finsternis

lasse ich mich hineingebären

in den Erdenfluß.“

 (Cambra Skadé)


 Der Mythos

 

Der Mythos von der sumerischen (Mond)Göttin Inanna beschreibt anschaulich einen vollständigen Reifungszyklus. In einer leidenschaftlichen, sinnlichen Sprache sind die alten Texte auf Tontafeln erhalten geblieben. Die Überlieferung nach dem übersetzten Originaltext (Wolkstein&Kramer, 1983) gibt einen psychologischen Einblick in die matriarchale Mythologie und liefert uns tiefe Einsichten in die Teilhabe an ursprünglichen Lebensprozessen. 

 

 

Die Geschichte erzählt

  • von der jungen Frau, die sich in der Welt beheimatet und die sich voller Freude endeckt in ihrer Körperlichkeit und Weiblichkeit 
  • von der Himmelskönigin, die ihre Macht ergreift und großzügig und selbstbewusst das Land und ihr Volk zu Fülle und Wachstum führt (die Ermächtigung anderer zeugt von Souveränität und Reife) 
  • von dem „Ruf aus der Tiefe“, mit dem sie aufgefordert wird, ihre Schattenschwester in der Unterwelt zu besuchen und dadurch mit Verzweiflung, Hilflosigkeit und Sterben konfrontiert wird 

Sie wird auf ihrer Heldinnenreise begleitet, ermutigt, unterstützt und gerettet von männlichen und weiblichen Kräften und von den Wesen der unsichtbaren Welt. Voller Hingabe und Einverständnis durchlebt sie verschiedene Prüfungen, bis sie schließlich aus dem Reich des Todes verwandelt zurückkehrt - wissend um die wiederkehrenden Zyklen von Werden und Vergehen, von Fülle und Leere.

 

 

Ein weiblicher Entwicklungsweg

 

Die eindrucksvollen Bilder des Mythos führen uns in vertraute Seelenlandschaften. Sie bieten ein kraftvolles Rollenmodell für Frauen in der heutigen Zeit und die Möglichkeit, sich zu verorten im eigenen Entwicklungsweg und Lebensalter.

 

Inanna ist eine fühlende Göttin, intelligent, sensibel und kreativ, politisch und sozial engagiert, sich ihrer selbst, ihrer Position in der Welt und ihrer Verantwortung bewusst.

 

Sie begegnet im Bruder, in ihrem Geliebten und späteren Gemahl und in dem väterlichen Gott des Wassers archetypisch männlichen Kräften, mit denen sie sich verbindet und die sie nutzt, ohne ihre eigenen Werte zu verleugnen.

 

Authentisches Selbst entsteht über Erfahrungslernen - das beinhaltet Einsatz, Wagnis, Arbeit, Mühe, Ausdauer, Krisenbewältigung. Die Göttin folgt den Gesetzen des Lebens, die sie achtet und anerkennt und behält dabei ihre Würde. Demütig und klaglos erkennt sie den natürlichen Kreislauf des Lebens an. 

 

 

Methodik des Workshops

 

Die Inhalte des Mythos werden tiefenpsychologisch (u.a. nach C.G.Jung) interpretiert und auf die konkrete Lebenswelt der Teilnehmerinnen bezogen.

 

Ich arbeite mit vielfältigen Methoden aus der Körper-, Gestalt - und Tanztherapie, mit Ritualen, psychodramatischen und kreativen Elementen und Ansätzen aus der Tiefenökologie nach Joanna Macy. In Verbindung mit der schönen Natur rund um den Erlebnishof Helle (ein Holunderhof) in der Nähe der Schlei verweben wir unser Erleben mit dem Innen und Außen. Die Einbindung in archetypische Entwicklungsprozesse gibt Trost und Halt und erlöst aus Phasen der Einsamkeit. 

 

Der Workshop richtet sich an Frauen,

  •  die sich verbinden wollen mit dem alten Wissen der eigenen Seele und der Ahninnen
  • die aus dem reichen Erfahrungsschatz anderer Frauen lernen wollen
  • die ihr Entzücken am Lebendigen bewahrt haben oder wiederfinden wollen
  • die Sehnsucht nach Heilung und Integration haben
  • die sich der Erde zugehörig fühlen.

 

 

Termin 2026

 

17. - 21. Juni 2026

im Naturerlebnishof ,Helle' an der Schlei